Aufbruch in den wilden Osten von Kambotscha...nach einer 12 h Fahrt fuer 214 km (viele Watestunden am Strassenrand) erreichten wir Ban Lung, die staubige kleine Stadt im Nordosten von Kambotscha. Als wir aus dem Bus stiegen traf uns eine rote Staubwolke und die Stadt wirkte wie eine kleine Praeriestadt in den alten "wild, wild west" Filme. In dieser Stadt nahm ein wahres Trekking Abenteuer seinen Anfang...
Zusammen mit einer gespraechigen Australierin, zwei Jungs aus England und Colorado und ein Canadier, planten wir einen 7 Tage Trek in den Virachay Nationalpark. Diese Tour begann wie so oft auf dem Ruecksitz eines Motorbikes bis wir mit einem Slowboat einen idylischen Fluss hinunter tuckerten zu einem sehr abgelegenem Tribaldorf. 
Hier wurden wir zum Reiswein eingeladen und lernten unseren Jungelguides aus dem Dorf kennen, drei drahtige maenner mit Macheten und ein freundliches Laecheln!
Da schlaegt das Herz einer Erlebnispaedagogin hoeher..
Ich wurde von Affen und Voegelgerausche in der Frueh aufgeweckt; der anfang eines aufregenden Tages. Aus dem immergruenen, dichten Jungel fuehrte der Weg weiter bis wir auf eine Anhoehe gelangten und die leuchtend, goldenen Grasshuegel in der Sonne leuchteten. Diese Landschaft gab mir das Gefuehl der endlosen Weite und Freiheit - als "Praeriekind" von Manitoba, Canada war dies ein Backflasch in meine Kindheit!! Wir stiegen auf einen der Grasshuegel und beobachteten ein "Grasslandfire", als die Flammen ueber die Grasslandschaft fegte und nur noch verkohlte schwarze Grasshalme hinterliess.
Die Sonne ging als leuchtetende Feuerkugel ueber die unendlichen Jungelwaelder unter. Hier war die Landschaft noch von Menschen unberuehrt, wo noch wilde Elephanten durch den Dschungel stampfen und es keine von Menschen geschaffene Weg oder Pfade gibt - Herrlich!
Am naechsten Tag stiegen wir in das chaotische Tunnelsystem des verwachsenen Jungels bis zum Fluss mit vielen Blutegel. Diese kleinen Blutsaugenden Wuermer schafen es sogar durch die sehr attraktiven "Leechsocks" - blutige Socken!!

Der Lagerplatz am Fluss war herrlich, die Jungelguides kochten frischgefangenem Flussfische in einem Bambusrohr und es gab wie immer viel Reis! Nach einem ganzen Tag im Fluss (auch durch huefthoehes Gewaesser) waren wir erledigt. Am Ende des Treks feierten wir ein einem Minoritaetendorf mit Lao, Lao (Reiswhiskey) und fresh Chicken (sehr zaeh und bony). 

Am Abend schliefen wir mit dem Gefuehl der voelligen Zufriedenheit und ein Abentuer mehr in unseren kuschligen Haengematten ein und trauemten von Muesli und Schokolade(als Abwechlung zu den Bergen Reis, die wir waehrend des Treks verdrueckten).
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